Music Venue (September 2004)
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Seit 2001 gibt es "Velvet June" nun schon. Die Band setzt sich aus fünf Frankfurter Mädels zusammen, die sich den Pop-Rock Bereich
der Musikszene vorgeknöpft haben. Der Stil bewegt sich zwischen melodiösem Rock und gleichmäßigem Backgroundrhythmus und bekommt
so einen melancholischen und groovigen Touch.
Dass die fünf Mädels ihre Instrumente sowie die Stimme beherrschen, beweisen sie auf dem aktuellen Album "One Day In June". Bis
2003 kam die Band mit nur einer Gitarre und einem Schlagzeug aus - im Jahre 2003 kam dann Sandra Grundel dazu (2. Gitarre /
2.Schlagzeug).
"One Day In June" ist das erste Studioalbum und erschien am 12.07.2004. Im Oktober spielen "Velvet June" einige Konzerte, um nach
und nach mehr Erfahrung und Routine zu gewinnen.
2003 sicherten sie sich den 1. Platz des MTK Newcomer Festivals, nahmen an den Musikprojekten "Sistars" und "Girls That Rock" teil
und waren auf den Samplern "Girls That Rock Vol.1 und Vol.2" zu hören.
Line-Up:
Katharina Gerzymisch - Gesang
Laura Finger - Gitarre
Sandra Grundel - Gitarre (Schlagzeug)
Conny Habermehl - Bass
Kaja Magsam - Schlagzeug
Tracklist:
01. Fast Forward
02. I Hate Your Smile
03. Part Of You
04. Joshua
05. The Sign
06. Days After
07. Farewell
08. Unplugged
09. Und das geht so
10. You Stole My Carpet
Mein erster Gedanke als ich die CD in der Hand hielt war: Oh, wieder eine Band wie "Wonderwall" - bei Girlbands bin ich immer
skeptisch und ich malte mir im Kopf aus, was mich denn nun erwartet wenn ich die CD anhöre. Bands wie Vanilla Ninja kamen die
letzte Zeit ja groß raus mit der Rock-Schiene. Also müssten "Velvet June" nun etwas liefern, was sich im deutschen Musikmarkt
durchsetzen kann.
Tja und was soll ich sagen...
"Velvet June" erinnern tatsächlich ein wenig an "Wonderwall". Vor allem der Gesang hat starke Ähnlichkeiten. Aber in einem Punkt
sind "Velvet June" den anderen Mädels weit voraus: der Musik.
Was den Musikstil und die Kompositionen angeht, hat "Velvet June" die Nase vorn. Songs wie "You Stole My Carpet" und "Und das geht
so" gehören zu meinen Lieblingssongs der CD - und das nicht nur wegen den etwas "ungewöhnlichen" Namen. Die Kompositionen
beeindrucken den Hörer zum Beispiel mit plötzlichen Rhythmus- und Stiländerungen. Ziemlich überraschend kommt der Effekt einer
hängenden Schallplatte in "Fast Forward". "I Hate Your Smile" beginnt mit einer Snare Drum im Marschrhythmus, "Part Of You" klingt
durch die schnellen Bassläufe am Anfang absolut klasse und "Joshua" besticht durch "abgehackte" Akustikgitarrenriffs, die später
mit den E-Gitarren weitergeführt und vernetzt werden. Die Ballade "The Sign" geht sofort ins Ohr, aber zum Mitsingen ist sie bis
auf den Refrain eher nicht geeignet. Bei "Unplugged" packen die Mädels von "Velvet June" sogar Reggae-Elemente aus.
Fazit:
Dieses erste Studioalbum von "Velvet June" bekommt von mir 8/10 Punkte. Es gibt dem Hörer einen ersten Eindruck, was die
Frankfurter Mädels leisten können - und das ist eine Menge. Man hört deutlich heraus, dass jede ihr Instrument fabelhaft
beherrscht und dass die Band die Songschreiberei absolut drauf hat. Hut ab! Ich hoffe, wir hören noch mehr von "Velvet June".
(Andrea) (30.September 2004)