Gästeliste (Oktober 2004)
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So richtig leicht machen es einem die fünf Damen aus dem Hessischen mit ihrem ersten Longplayer nicht. Auch nach mehrmaligem
Durchhören fällt eine Entscheidung schwer - Top oder Flop? Wahrscheinlich weder das eine noch das andere. Beginnen wir mit den
positiven Aspekten. Man hört "One Day In June" wohltuend an, dass die Mädels schon geraume Zeit zusammen Musik machen. Das
Zusammenspiel klingt geradezu routiniert, was bei anderen Debüts ja oft ein Manko ist. Die Stücke der Frankfurterinnen sind
melodisch und irgendwo im Indierockkosmos zwischen Bettie Serveert und diversen Boston-Bands zu verorten. Von riotgirliger
Krachigkeit der ebenfalls aus Frankfurt kommenden Ida Red ist dieser Output jedenfalls meilenweit entfernt. Dafür stehen Groove
und Melancholie im Vordergrund. Was ja nicht schlecht sein muss. Fazit: Gute Songs, gute Produktion und doch stört irgendwas. Die
Stimme! Die ist für Rock eigentlich zu gut. Man kann sie sich vielmehr im Jazz-Kontext vorstellen. Aber letztlich ist auch das
Geschmacksache! Hören Sie doch einfach selbst!
Carsten Wilhelm (Oktober '04)